Modul MW06: Betriebswirtschaftliche Steuerlehre

Das Masterstudium der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre soll die Fähigkeit vertiefen, die steuerlichen Folgen ökonomischer Sachverhalte methodisch zu bestimmen und zu quantifizieren sowie Risiken zu erkennen und geeignete Handlungsalternativen zur Erreichung von unternehmerischen Zielen unter Vermeidung negativer steuerlicher Wirkungen zu entwickeln. Darüber hinaus soll das Urteilsvermögen so geschult werden, dass die Studierenden die für den Bereich der Unternehmensbesteuerung relevanten Steuerrechtsnormen unter betriebswirtschaftlichen und juristischen Gesichtspunkten kritisch würdigen können.

Unabdingbare Voraussetzung für das Masterstudium ist die genaue Kenntnis der steuerrechtlichen Grundlagen der Unternehmensbesteuerung einschließlich ihrer methodischen Anwendung sowie Grundkenntnisse der Besteuerung mittelständischer Unternehmen, von Konzernunternehmungen und der internationalen Unternehmensbesteuerung.

Das Modul Betriebswirtschaftliche Steuerlehre ist aus zwei Semester angelegt und kann im 1. und 2. oder 2. und 3. oder 3. und 4 Semester als Wahlpflichtmodul gewählt werden.
Die Modulbeschreibung finden sie  undefinedhier.

Musterstudienplan

Zum Studium des Wahlpflichtmoduls „Betriebswirtschaftliche Steuerlehre“ wird folgender Musterstudienplan empfohlen:

 

Semester

Kurse

Wintersemester

  • Kurs 2: Internationale Unternehmensbesteuerung
  • Wahlkurse nach Wahl des Studierenden

Sommersemester

  • Kurs 1: Besteuerung von Konzernunternehmen
  • Wahlkurse nach Wahl des Studierenden
  • Möglichkeit zum Ablegen der Projektarbeit im Rahmen des Seminars

Lehrveranstaltungen

Das Wahlpflichtmodul Betriebswirtschaftliche Steuerlehre erfordert den Besuch der folgenden Pflichtveranstaltungen:

  • Kurs 1: Besteuerung von Konzernunternehmungen (2 SWS)
  • Kurs 2: Internationale Unternehmensbesteuerung (2 SWS)

Sowie zwei Kurse nach Wahl des Studierenden aus folgendem Angebot:

  • Kurs 3: Seminar zur Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre (2 SWS)
  • Kurs 4: Ausgewählte Probleme der Besteuerung mittel-ständischer Unternehmen (2 SWS)
  • Kurs 5: Ausgewählte Probleme der Internationalen Unternehmensbesteuerung (2 SWS)
  • Kurs 6: Ausgewählte Probleme der steuerlichen Gewinnermittlung (2 SWS)
  • Kurs 7: Repetitorium zur Unternehmensbesteuerung (2 SWS)

Das Modul kann zum Winter- oder zum Sommersemester gestartet werden. Kurs 2 und Kurs 7 finden i.d.R. je Studienjahr im Wintersemester statt. Kurs 1, Kurs 3 und Kurs 6 finden i.d.R. je Studienjahr im Sommersemester statt. Kurs 4 und Kurs 5 finden i.d.R. jedes zweite Semester statt.

Empfohlene Teilnahmevoraussetzungen für alle Veranstaltungen sind Grundkenntnisse der steuerrechtlichen Rahmenbedingungen im Ertragsteuerrecht und im Verkehr- und Substanzsteuerrecht, deren methodische Anwendung auf unternehmerische Fragestellungen und Grundkenntnisse der Analysemethoden der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre.

Für Kurs 3 wird der vorherige Besuch des Kurses 1 oder 2 empfohlen. Für Kurs 4 werden Grundkenntnisse der Besteuerung mittelständischer Unternehmen bzw. der Besteuerung der unterschiedlichen Rechtsformen empfohlen.

Voraussetzung für die Vergabe von ECTS-Punkten ist die erfolgreiche Teilnahme an der schriftlichen Modulabschlussprüfung, welche üblicherweise am Ende sowohl des Sommer- als auch des Wintersemesters abgelegt werden kann. Für die Kreditierung als Projektarbeit ist die Anfertigung eines Referats und ein Vortrag im zugehörigen Seminar erforderlich.

Seminar zur Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre (Kurs 3)

Ziel des Seminars zur Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre ist es, aktuelle Entwicklungen und Problemstellungen aus dem Bereich der Unternehmensbesteuerung auf dem neuesten Forschungsstand zu diskutieren. Referate der Studierenden führen in die jeweilige Themenstellung ein, die anschließend in der Diskussion gezielt vertieft wird.


Für die Teilnahme am Seminar wird der vorherige oder gleichzeitige Besuch mindestens einer der Pflichtveranstaltungen (Kurs 1 oder 2) empfohlen. Im Seminar besteht die Möglichkeit, eine Kreditierung als Projektarbeit nach Maßgabe der Prüfungs- und Studienordnung zu erwerben. Hierzu ist die Anfertigung eines Referats und ein Vortrag im Seminar erforderlich.

MW06: Prüfungsfälle Examen

Ziel des Masterkurses MW06: Prüfungsfälle Examen ist es, die in den Pflicht- und Wahlkursen erworbenen Kenntnisse durch Anwendung auf komplexere Fallstudien zu festigen und zu vertiefen. Hierdurch soll die Fähigkeit geschult werden, den Einfluss der Besteuerung auf unternehmerische Entscheidungen umfassend zu analysieren, unternehmerische Entscheidungen unter Einbeziehung der steuerlichen Konsequenzen sachgerecht zu treffen und Handlungsalternativen zu erkennen, die negative steuerliche Wirkungen vermeiden. Die Veranstaltung MW06: Prüfungsfälle Examen wird üblicherweise sowohl im Sommer- als auch im Wintersemester angeboten. Ein Besuch wird insbesondere im Hinblick auf die Klausurvorbereitung dringend empfohlen.

Wahlkurse (Kurs 3 - 7)

Ziel der Wahlkurse ist es, aktuelle und praxisrelevante Problemstellungen aus wichtigen Bereichen der Unternehmensbesteuerung zu analysieren, auf dem neuesten Erkenntnisstand zu diskutieren und den Studierenden eine Schwerpunktsetzung innerhalb der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre zu ermöglichen. Die Studierenden sollen in die Lage versetzt werden, sich kritisch und abgewogen und unter Anwendung wissenschaftlicher Methoden an der Lösung gegenwärtig diskutierter fachlicher Probleme der Unternehmensbesteuerung zu beteiligen.

Verpflichtend ist die Teilnahme an mindestens zweien der Wahlkurse nach Wahl des Studierenden.

Modulabschlussklausur

Das Modul Betriebswirtschaftliche Steuerlehre wird durch eine 3-stündige Klausur abgeschlossen. Die Klausur umfasst einen Aufsatzteil und einen Fallteil, die beide gleichgewichtig sind und beide bearbeitet werden müssen.

Im Aufsatzteil soll gezeigt werden, dass die Studierenden in der Lage sind, die steuerlichen Konsequenzen im Hinblick auf ein bestimmtes betriebliches Entscheidungsproblem systematisch und zutreffend darzulegen; gestellt werden fünf Themen, von denen drei zu bearbeiten sind. Dabei muss zum Bestehen des Aufsatzteils regelmäßig mindestens die Hälfte der im Aufsatzteil insgesamt zu erreichenden Maximalpunktzahl erreicht werden.

Im Fallteil sollen die Studierenden ihre Fähigkeit zeigen, konkrete Steuerfälle vollständig und zutreffend lösen zu können. Der Fallteil enthält drei konkrete Steuerfälle, die von den Teilnehmern nach eigener Wahl gelöst werden sollen. Dabei sollen möglichst viele Fälle vollständig und zutreffend gelöst werden. Das Bestehen des Fallteils setzt voraus, dass mindestens ein Fall zu mindestens 75% vollständig und zutreffend gelöst wird und dass regelmäßig mindestens die Hälfte der im Fallteil insgesamt zu erreichenden Maximalpunktzahl erreicht wird.

Steuergesetze und Steuerrichtlinien sind als Hilfsmittel in der Klausur zugelassen, sofern sie keine Eintragungen enthalten.

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenProf. Dr. Guido Förster